
Underground trifft Handarbeit: Entdecke das Berliner Modelabel Send me to Hell und erfahre, wie bei Workbox aus eigenen Designs fertige Prints werden.
Nicht jedes Modelabel möchte möglichst vielen gefallen. Send me to Hell richtet sich bewusst an Menschen, die ihren eigenen Weg gehen und das auch mit ihrer Kleidung zeigen wollen. Hinter der unabhängigen Berliner Marke steht Alexander, Designer, freischaffender Künstler und Gründer. Seine Inspiration: Underground-Kultur, dunkler Humor und alles, was abseits des Mainstreams stattfindet.
Bei Workbox hat das kleine Team einen Ort gefunden, an dem aus diesen Ideen tragbare Designs werden. Hier wird gedruckt, veredelt, verpackt und verschickt. Ein Blick hinter die Kulissen eines Labels, das seine kreative Handschrift nicht dem Zufall überlässt.
Alexander gründete Send me to Hell, kurz SMTH, im Jahr 2022. Das Label ist sein kreatives Ventil: Ein Ort, an dem er persönliche Ideen, Themen und Humor in Kleidung übersetzt. Dabei geht es nicht darum, jedem Trend hinterherzulaufen. Die Marke möchte eine Nische für Menschen schaffen, die sich in gewöhnlicher Mode nicht wiederfinden. Oder, wie Alexander sagt: "Also einfach Sachen für Leute, die anecken wollen. Für Leute, die auffallen wollen."
Die Designs sollen mehr können, als auf einem Kleiderbügel gut auszusehen. Sie sollen Persönlichkeit sichtbar machen und ihren Träger:innen das Gefühl geben, etwas zu tragen, das wirklich zu ihnen passt. Dass dabei auch einmal ein irritierter Blick auf der Straße hängen bleibt, gehört für das Label eher zum Konzept als zum Risiko.
Hinter der auffälligen Ästhetik steckt sorgfältige gestalterische Arbeit. Jedes Design beginnt mit einer echten Skizze. Alexander entwickelt die Motive von Hand weiter, überarbeitet Details und verfeinert die Gestaltung, bevor daraus ein Print entsteht.

Statt auf austauschbare, massenhaft verwendete Grafiken setzt Send me to Hell auf eigene Artworks. Die Motive sollen Charakter haben und eine Geschichte erzählen - nicht einfach nur eine freie Fläche auf einem Kleidungsstück füllen: "Hinter jedem Teil steckt ziemlich viel Arbeit und auch eine eigene Idee." Was später direkt und provokant wirkt, ist das Ergebnis vieler kleiner gestalterischer Entscheidungen. Alexanders Hintergrund als Künstler prägt dabei nicht nur den Look, sondern auch den Anspruch an die Originalität seiner Entwürfe.
Mit der Zeit hat das Team begonnen, die Produktion selbst zu übernehmen. Heute werden die Bestellungen im Berliner Studio von Hand bedruckt, fertiggestellt, verpackt und verschickt. Das bedeutet nicht, dass sämtliche Kleidungsstücke dort vom Stoff bis zur letzten Naht hergestellt werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Umsetzung der eigenen Designs und den Arbeitsschritten, die aus einem Kleidungsstück ein fertiges SMTH-Produkt machen.

Indem das Label diese Abläufe im eigenen Haus hält, kann es genauer auf die Details achten und jedes Teil vor dem Versand prüfen. Gestaltung und Umsetzung bleiben eng miteinander verbunden: Das Team sieht unmittelbar, wie ein Motiv auf dem Kleidungsstück wirkt und ob das Ergebnis den eigenen Vorstellungen entspricht. Auch beim Thema Qualität formuliert Send me to Hell einen klaren Anspruch. Die Marke möchte keine Wegwerfmode verkaufen, sondern Kleidung schaffen, die ihre Kund:innen über Jahre gerne tragen. Das ist das erklärte Ziel des Labels - passend zu einem Ansatz, bei dem nicht nur das Motiv, sondern auch das fertige Produkt zählen soll.
Als Send me to Hell die eigenen Produktionsabläufe ausbaute, brauchte das Team eine passende Location in Berlin. Gesucht war nicht einfach ein Schreibtisch, sondern ein Ort für die praktische Arbeit hinter dem Label. "Wir haben vor einiger Zeit angefangen, unsere Sachen selber zu produzieren und dafür haben wir einfach eine Location in Berlin gesucht." Für ein kleines Modelabel gehören kreative Arbeit und organisatorische Aufgaben eng zusammen. Ein neues Design muss umgesetzt werden, Material ankommen und die fertige Bestellung schließlich zu den Kund:innen gelangen. Genau hier helfen dem Team die Angebote vor Ort: „Es gibt hier eine Versandinfrastruktur. Es gibt hier eine Rezeption, die unsere Pakete annimmt.“
Die Paketannahme ist ein konkreter Vorteil im Arbeitsalltag. Dazu kommt für Alexander die persönliche Atmosphäre bei Workbox. Sein Fazit fällt entsprechend unkompliziert aus: "Mitarbeiter hier sind supernett, hier hast du einfach alles, was du brauchst." So wird Workbox für Send me to Hell zu einer Arbeitsbasis, die kreative und praktische Anforderungen zusammenbringt: Platz für die eigene Produktion, Unterstützung rund um Pakete und Menschen, die ansprechbar sind. Das Team kann sich auf seine Designs und Bestellungen konzentrieren, ohne jeden Teil der Infrastruktur selbst organisieren zu müssen.
Send me to Hell versteht seine Kund:innen nicht nur als Empfänger:innen fertiger Produkte. Die Marke lädt ausdrücklich dazu ein, eigene Ideen für zukünftige Designs und Feedback zu teilen. Dieser Austausch passt zum persönlichen Charakter des Labels. Hinter den Motiven steht kein anonymes Kreativsystem, sondern ein Gründer mit einer eigenen Perspektive und ein kleines Team, das die Bestellungen selbst bearbeitet. Rückmeldungen können deshalb direkt dort ankommen, wo neue Entwürfe entstehen. Das Label erwartet dabei nicht, dass alle seine Kleidung mögen. Es möchte Menschen erreichen, die selbst denken, ihre Meinung vertreten und sich nicht davor scheuen, aufzufallen. Erst wenn sie die Designs tragen und zu ihrem eigenen Ausdruck machen, wird aus Alexanders Artwork das, wofür es gedacht ist: Kleidung mit Persönlichkeit.
Send me to Hell zeigt, wie eng Gestaltung, Produktion und Organisation bei einem unabhängigen Modelabel zusammenhängen. Eine starke Idee ist der Anfang. Damit daraus ein fertiges Produkt wird, braucht es aber auch einen Ort, an dem die Arbeit dahinter stattfinden kann. Bei Workbox hat das Berliner Team diesen Ort gefunden - für eigene Artworks, handwerkliche Umsetzung und den Weg vom Studio zu den Kund:innen.